Lompe

Kurzer Rant

Nor­we­gen kennt zwei „Pfann­ku­chen” in wel­chen Kar­tof­feln die pri­mä­re Zutat sind: Lom­pe (hier) und Lef­se (kom­men). Lom­pe sind dicker als Lef­se, wel­che gefal­tet wer­den statt, wie die Lom­pe, gerollt. Lef­se wer­den aus kal­tem, durch eine Kar­tof­fel­pres­se gepress­ten, Teig, her­ge­stellt, in dem auch But­ter­milch oder Dick­milch ver­rührt werden.

Lom­pe sind der „tags­über unter der Woche“ Kar­tof­fel­pfann­ku­chen, wäh­rend Lef­se eher süß und als Des­sert ein­ge­setzt wer­den. Natür­lich geht’s auch umge­kehrt, Nor­we­ger sind erfri­schend nicht dog­ma­tisch, was Essen angeht.

Schwie­rig­keitleicht
Vor­be­rei­tung5 Min.
Koch­zeit45 Min.
Ruhe­zeit20 Min.
Por­tio­nen12

Zutaten

  • 1 kg Kar­tof­feln, meh­lig­ko­chend, älter ist gut
  • 1 el Salz (kann ange­passt wer­den, Kar­tof­feln sind halt orga­nisch und damit nicht immer uniform)
  • 100 g Mehl, fast alles geht, oft wird auch Kar­tof­fel­mehl mit Wei­zen­mehl 50:50 gemischt.

Zubereitung

Die Kar­tof­feln kurz abwa­schen und dann (mit der Scha­le) weichkochen

Sofort nach dem Kochen schä­len. Oft reicht es hier, wenn man sie mit einem Hand­tuch abrub­belt. Wich­tig ist, dass sie für den nächs­ten Schritt noch gut warm sind.

Mit dem Salz und einem Kar­tof­fel­stamp­fer stamp­fen, bis das Gemisch glatt und nicht mehr lum­pig ist (ja, auch wenn die Din­ger „Lom­pe” heißen).

Lang­sam das Mehl hin­zu­fü­gen. Es ist wich­tig, jetzt so wenig wie mög­lich zu stamp­fen (nimm die Fin­ger oder eine Spa­tel), wäh­rend das Mehl voll­stän­dig ein­ge­zo­gen wird. Ver­su­che, so wenig Mehl wie mög­lich zu nut­zen, gera­de genug, um einen aus­roll­ba­ren Teig zu erzielen.

For­me 10–12 Bäl­le aus dem Teig (wenn Du mei­ne Men­gen­an­ga­ben nutzt, sonst halt ent­spre­chend weni­ger oder mehr)

Rol­le die Bäl­le auf 15–20 cm Brei­te aus, hier kannst Du etwas Mehl ver­wen­den, wenn der Teig noch zu kleb­rig ist.

In einer Pfan­ne (Guss­ei­sen oder Non-Stick geht am bes­ten) ohne extra Öl bra­te die Lom­pe an, bis sie sich ein­fach ent­neh­men las­sen. Soll­te so 20 Sekun­den dauern.

Hinweise

  • Weni­ger tra­di­tio­nel­le Zube­rei­tun­gen nut­zen auch Crè­me fraîche und But­ter, damit zu expe­ri­men­tie­ren macht echt Spaß. Wenn Du weißt, dass die Lom­pe nur für herz­haf­te Anwen­dun­gen (z.B. um eine Wurst ein­zu­wi­ckeln, die berühm­ten pøl­ser i lom­pe) genom­men wird, dann kann da auch etwas Knob­lauch­pul­ver oder Mus­kat­nuss mit rein.
  • Mor­gens, mit süßer Sah­ne und Erd­beer­mar­me­la­de ist Wahnsinn
  • Die Bäl­le kannst Du vor­for­men, aber dann gut ein­wi­ckeln, dass sie nicht aus­trock­nen. Ich mache abends 8–12 Bäl­le und kann mor­gens dann groß­ar­tig mit Früh­stück aufwarten.

Trivia

Die Lom­pe wur­de im 19. Jahr­hun­dert im Nor­den des Lan­des groß als ande­re Teig­for­men durch die Wei­zen­knapp­heit schwer zu bekom­men waren. Neben den kar­tof­fel-basier­ten Lom­pe gibt es im Wes­ten auch die Hel­le­ka­ker, wel­che mit Hafer statt Kar­tof­feln zube­rei­tet wer­den und älter sind (Kar­tof­feln kamen in Nor­we­gen recht spät an). Bei­de sind Ansät­ze, um Brot als Unter­la­ge zu erset­zen, wenn Mehl knapp ist.

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